Die Passionszeit

Die Passionszeit beginnt mit dem Aschermittwoch und dauert bis zum Sonnabend vor Ostern. Das sind genau 40 Tage.

Sie sind eine Vorbereitungszeit auf Ostern. Diese besondere Zeit kann man auch Fastenzeit oder österliche Bußzeit nennen. Sie beginnt nach dem Karneval.

Das Wort leitet sich aus dem Lateinischen „Carne vale“ ab und bedeutet „Fleisch, lebe wohl“. Das heißt, Christen fasten in dieser Zeit. Früher beschränkte sich in der Passionszeit das Essen auf eine Mahlzeit am Tag, meistens am Abend.

In heutiger Zeit verzichtet man eher auf Dinge wie z.B. Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten. Dabei geht es nicht um ein strenges Einhalten eines Verbots. Es ist der Versuch, aus Gewohnheiten auszubrechen und dabei Neues zu entdecken. In der Passionszeit denkt man besonders an den Leidensweg von Jesus. Man erinnert sich daran, was er vor seinem Kreuzestod erlebt und erlitten hat. Dazu helfen z.B. Passionsandachten in der Kirche. Dabei stehen Lieder, Gebete und vor allem Bibeltexte im Mittelpunkt, die das Leiden von Jesus erzählen.

Aus: Christian Butt, „Warum hängt am Weihnachtsbaum kein Ei?“ – Das Kirchenjahr, illustriert von Kindern für Kinder. Erschienen im Calwer Verlag Stuttgart, 2010. http://www.calwer.com

(Stand 03/2011)